Aufgrund der genannten Risiken und der vielfältigen Entwicklungen der letzten Jahre auf dem Gebiet der Gentechnik ergab sich die Notwendigkeit, die seit 2006 bestehende gentechnikfreie Zone Graz zu ergänzen und neue Erkenntnisse aus dem Bereich Gentechnik und Futtermittel, Gentechnik und Menschenrechte, Gentechnik und Energiepflanzen sowie Gentechnik und Gesundheit zu berücksichtigen. Mit einer Erweiterung der GVO-freien Zone Landeshauptstadt Graz um diese Gebiete wird ein beispielhafter und innovativer Schritt im Sinne des Vorsorgeprinzips und in Richtung nachhaltige, zukunftsfähige Stadt gesetzt.
Daher wurde am 20.10.2011 mit Beschluss des Gemeinderats eine Erweiterung der Gentechnikfreien Zone beschlossen, deren Umsetzung unter anderem mit folgenden Maßnahmen begleitet werden soll:
- Informationskampagnen für Grazer BürgerInnen zum Thema Gentechnik und Gesundheit sowie Gentechnik und Menschenrechte
- Anbieten von Informationseinheiten zu den Risiken der Gentechnik in den Grazer Schulen
- Einbeziehung des Themas der Menschenrechtsverletzung durch Agro-Gentechnik in die Aktivitäten des Menschenrechts-Beirates der Stadt Graz
- Verwendung des Begriffs Agro-Treibstoff statt Bio-Sprit im Sprachgebrauch der Stadt Graz
- Verwendung von regionalen, gentechnikfreien, biologischen und fair gehandelten Waren im eigenen Einflussbereich
- Unterstützung von GemeinschaftsgärtnerInnen, Anbieten von Kursen über den Anbau von GVO-freiem Gemüse, Obst und Getreide
» Gemeinderatsbeschluss: Gentechnikfreie Zone Graz
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